• Berufsunfähigkeit
    Wenn man sich einmal bewusst macht, in welch hohem Maße der Lebensstandard von der eigenen Gesundheit und Arbeitskraft abhängt, müsste sich eigentlich jeder erwachsene Bürger gegen eines der wichtigsten Risiken, nämlich gegen die Berufsunfähigkeit absichern. Lediglich ca. 7 % der Österreicher haben für den Fall der Berufsunfähigkeit privat vorgesorgt. Aber 43 % der Bevölkerung sichern sich mit einer privaten Unfallversicherungspolizze ab. Viele sind sich also der alltäglichen Gefahren durchaus bewusst.
    Bei den Gründen für eine Erwerbsunfähigkeit stehen Unfälle jedoch mit lediglich ca. 10 % auf einem der letzten Plätze.
    Der Nachholbedarf an vernünftiger Absicherung ist also offensichtlich. Doch die Angebote der Versicherer fallen sehr unterschiedlich in Preis und Leistung aus. Individuelle Beratung ist hier ebenso wichtig wie das sorgfältige Auseinandersetzen mit dem Kleingedruckten.

    Bei der privaten Absicherung besteht die Möglichkeit eine individuell gewünschte Rente zu vereinbaren. Je nach Lebensplanung kann auch die Vertragsdauer gewählt werden. Berücksichtigung persönlicher Risikomerkmale.

    Der individuelle Beitrag errechnet sich aus verschiedenen persönlichen Merkmalen.
    Vor allem sind dies: Das Alter, Geschlecht und der Gesundheitszustand.
    Risikogerecht wird der Beitrag anhand des ausgeübten Berufes ermittelt. Personen mit geringerem Risiko zahlen auch einen entsprechend geringeren Beitrag.
    Die Vertragsdauer bestimmt ebenfalls den Beitrag mit. Sie sollte üblicherweise bis zum voraussichtlichen Erreichen der Alterspension gewählt werden.

    Neuordnung bestehender Verträge
    Von Zeit zu Zeit oder wenn sich die Lebensumstände oder Einkommenssituation ändert, sollten Sie einen Blick in Ihren Polizzenordner werfen. Sind alle Verträge auf aktuellem Stand?
    Bei einem Wechsel des Versicherers sollten Sie aber niemals den alten Vertrag kündigen, solange Sie keine neue Polizze in den Händen halten.

    Wie funktioniert eine BU(Z)?
    Grundsätzlich gilt: Je jünger und gesünder jemand eine solche Versicherung abschließt, umso geringer fallen die Beiträge aus. Die allerdings werden für die verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlich hoch angesetzt. Dachdeckern z.B. wird in der Regel ein statistisch hohes Risiko unterstellt, den akademischen Schreibtischtätern meist ein geringes. Vorerkrankungen, Allergien etc. dürfen dem Versicherer nicht verschwiegen werden, sonst kann es im Schadenfall zu erheblichen Problemen kommen, der Versicherer kann sogar die Zahlung der Rente verweigern. Vorerkrankungen etc. können sich als Risikozuschlag auf den Beitrag niederschlagen oder sie können für den Leistungsfall ausgeschlossen werden. Nicht selten werden Anträge auch abgelehnt. Eine BU(Z) zahlt im Falle eines Falles eine Rente in vereinbarter Höhe bis zum 65. Lebensjahr. Doch eine gute BU(Z) zeichnet sich nur über den Preis, sondern vor allem über die sog. Bedingungen aus. Vergleichen lohnt hier also ganz besonders. Hier einige

    Kriterien einer guten BU(Z):

    • Entscheidend ist der Verzicht auf abstrakte Verweisung in eine andere Tätigkeit. D.h. dem Entwicklungsingenieur kann nicht zugemutet werden, als Pförtner zu arbeiten.
    • Eine Erhöhung der BU(Z)-Rente sollte ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich sein.
    • Keine Meldepflicht einer gesundheitlichen Verbesserung
    • Keine Verpflichtung zur Umschulung
    • Keine Arztanordnungsklausel
    • Auch Studenten oder Hausfrauen sollten sich versichern können
    • Der Wechsel in einen gefährlicheren Beruf sollte nicht angezeigt werden müssen
    • Scheidet jemand aus dem Beruf aus, z.B. wegen Elternzeit, bleibt der Versicherungsschutz bestehen